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27. Sitzung – Redebeitrag zu TOP 6 : Haushaltsplan Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren, Wie jedes Jahr sind wir aufgefordert, zum vorgelegten HH-Plan-Entwurf Stellung zu beziehen. In diesem Jahr ist dies, bei einem erstmals nicht ausgeglichenen Haushalt, besonders bedeutsam. Denn mehr noch als sonst sind wir wegen Geldmangels in unseren Gestaltungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Allerdings ist uns in den letzten 5 Wochen etwas aufgefallen: In der gedruckten Vorlage des HH gab es eine Unterdeckung von ca. 140´ Euro. Bei der Einbringung am 22.12.2003 wurde uns vom Bürgermeister vor 3 Wochen eine weitere Unterdeckung in Höhe von 40´Euro angekündigt. Bei den Ausschussberatungen schließlich wurde von einer plötzlichen Verbesserung der Situation um rund 100´Euro gesprochen, so dass sich in nur wenigen Wochen die Ansätze drastisch verändert haben. Dies zeigt uns, dass der HH offenbar ohne unsere Beeinflussung sehr beweglich und veränderbar ist. Ich möchte dies auch noch an zwei Beispielen verdeutlichen: 1997 standen 445´Euro Gewerbesteuereinnahmen 59´Euro Gewerbesteuerumlage in den Ausgaben gegenüber. 2004 stehen nahezu derselben Gewerbesteuereinnahme in Höhe von 450´ Euro aber durch Gesetzesänderungen ca. das Dreifache an Gewerbesteuerumlage in Höhe von 165´Euro in den Ausgaben gegenüber. D.h., unsere Bemühungen vor Ort, uns um bessere Finanzsituationen zu bemühen, können keinen Erfolg haben, wenn von oben, sprich Bundesgesetzgebung, keine Planungssicherheit geschaffen wird, wenn politische Entscheidungen oftmals nur eine Halbwertszeit von Stunden haben und wenn als Folge davon die Kommunen derart an der langen Leine geführt werden. (aktuelles Beispiel: früher zahlte ALDI in Zierenberg Steuern. Jetzt zahlt der Konzern Steuern an den Bund, kann aber darüber hinaus auch noch Verluste gegen rechnen, die er anderswo und oft sehr weit weg erwirtschaftet hat). Und dann wundern wir uns in den Gemeinden, wenn unsere Haushalte nicht mehr ausgeglichen werden können. Meine Damen und Herren, ich überlasse Ihnen die Bewertung dieser Politik auf Bundesebene, die sich derart auf uns als Kommunen auswirkt. So viel als Vorbemerkung zur allgemeinen Haushaltssituation! Zu einzelnen Punkten will ich nur noch zu den wichtigsten Punkten, die aus unserer Sicht kritisch sind, Stellung nehmen: 1. Kindergarten:
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