F.D.P.-Fraktion Zierenberg
Helmut von Zech,
Unterer Hundemarkt 4, 34289 Zierenberg,
Tel. 05606/1088
Internet:http://www.fdpzbg.de
e-mail: webmaster@fdpzbg.de
Rede zum Haushalt
2001
Herr
Stadtverordnetenvorsteher,
meine Damen und
Herren,
heute verabschieden
wir den Haushaltsplan für das laufende Jahr.
Der Haushaltsplan
ist, den finanziellen Umständen entsprechend, unseres Erachtens solide
aufgestellt.
Aber lassen Sie mich
einige Bemerkungen zu verschiedenen Punkten machen:
- Die Schulden der Stadt Zierenberg
betragen –ohne Kassenkredite- ca. 13 Mio DM, d.h. DM 1.737 pro Einwohner
und mit einem Schuldendienst Zins- und Tilgung von 192 DM.
Der Anlagennachweis, der lediglich die Kindergärten, die
Gemeinschaftshäuser, den Friedhof, den Bauhof, das Freibad und den
Lebensmittelmarkt Oberelsungen aufführt, weist schon ein Anlagevermögen
von 10,4 Mio DM aus.
Nicht aufgeführt sind z.B. das Rathaus, die Gebäude der Stadtverwaltung,
die Feuerwehrhäuser und das Vermögen des Stadtwaldes.
Schon in meiner Rede im letzten Jahr hatte ich angeregt, das
Gesamtvermögen der Stadt Zierenberg einmal darzustellen; denn der Stand
der Schulden ist in Relation zur Höhe des Verwaltungshaushaltes, aus dem
die Zinsen und Tilgungen geleistet werden müssen, und dem Vermögen der
Stadt Zierenberg zu sehen.
- Wir sind der Meinung, dass die Stadt
Zierenberg die Bürger- und Gemeinschaftshäuser zukünftig verpachten
sollte, damit diese privat-wirtschaftlich betrieben werden.
Wir sind davon überzeugt, dass nur so auf Dauer ein Zuschuss von z.Zt. DM
409.000,-- eingespart werden kann und das Anlagekapital von 2,9 Mio DM
Buchwert angemessen verzinst wird.
Wir sehen hier keinen Nachteil für die Bürger, da die privaten Pächter
sich schon um Ihre Kunden, die ja vorwiegend aus der Zierenberger
Bürgerschaft kommen, mit attraktiven Angeboten bemühen werden.
Die Stadt Zierenberg könnte sich in einen solchen Pachtvertrag ein
gewisses Nutzungskontingent z.B. für Versammlungen vorbehalten.
Beginnen sollte man konkret mit dem Bürgerhaus in Zierenberg.
- Die Grundsteuer A (Landwirtschaft )
sollte mit dem nächsten Haushaltsentwurf (2002) an die nordhessischen
Hebesätze angepasst, d.h. weiter gesenkt werden.
Sie betragen nach der Lokalen AGENDA 21, Leitbild Landwirtschaft in:
Grundsteuer A B
Bad Emstal 330 330
Breuna 300 280
Grebenstein 300 300
Hofgeismar 280 280
Naumburg 285 285
Trendelburg 280 280
Wolfhagen 300 280
Zierenberg 340 (330) 305
Dazu ein Beispiel: Landwirtschaftlicher
Betrieb mit einem Einheitswert (EW)
von
50.000,-- DM
EW
50.000,-- DM x 6 v. T. (Steuermeßzahl) = 300,-- DM (Steuermeßbetrag)
300,-- DM x Hebesatz der Gemeinde
(Zierenberg 330 %)
=
990,-- DM Grundsteuer A
Bei einem
Einfamilienhaus mit einem EW von 50.000,-- DM ermittelt sich folgen-
de
Grundsteuerbelastung:
EW
50.000,- - DM x 2,6 v. T.
(Steuermeßzahl) =
130,-- DM (Steuermeßbetrag) x Hebesatz 305 % (Zierenberg)
=
396,50 DM Grundsteuer B
- Im Hinblick auf die wirtschaftliche
Situation der Landwirtschaft ist hier u.E. Handlungsbedarf gegeben.
- Das Freibad, lassen Sie mich dieses
nocheinmal ausdrücklich bemerken, hat für uns einen hohen Stellenwert. Es
erhöht wesentlich den Freizeitwert unseres Wohnstandortes und ist in den
Sommermonaten stark von Kindern und Jugendlichen frequentiert. Dies ist
uns ein tatsächlicher laufender Zuschuss (ohne Abschreibungen und
Verzinsung des Anlagekapitals) von 203.000,-- DM oder rund 30,-- DM pro
Einwohner wert.
- Die
Stadt Zierenberg gibt für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter DM 38.800,--
im Jahr 2001 insgesamt aus; d.h. im Schnitt ca. DM 680,-- pro Mitarbeiter
der Stadt. Wir begrüßen dies uns wären auch bereit für die Fortbildung
noch mehr zu investieren. Denn nur gut aus- und weitergebildete
Mitarbeiter sind motiviert und bringen dem Arbeitgeber und der
Bürgerschaft durch ihre Leistung ein Mehrfaches zurück.
Meine Damen und Herren,
die F.D.P. – Fraktion wird
diesem Haushaltsentwurf zustimmen.
Ich bedanke mich für Ihre
Aufmerksamkeit.
http://www.fdpzbg.de