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SCHULERWEITERUNG
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Dicke Luft im Stadtparlament
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OELSHAUSEN - Streit um eine mögliche
Erweiterung der Zierenberger Grundschule gab es in der
Stadtverordnetensitzung. In der Kritik stand Helmut von Zech (FDP), der
sich für eine größere Schule stark macht.
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"Da kann einer ein paar Monate vor der
Kommunalwahl das Wasser nicht mehr halten." Mit drastischen Worten
kommentierte Zierenbergs Bürgermeister Jürgen Pfütze (SPD) am Montag
während der Zierenberger Stadtverordnetensitzung in Oelshausen einen vom
Fraktionsvorsitzenden der FDP, Helmut von Zech, lancierten Artikel, der
jüngst in einem Anzeigenblatt erschienen war.
Von Zech hatte darin der CDU vorgeworfen, die Bebauung der
Gartengrundstücke unterhalb der "Fritz-Hufschmidt-Grundschule"
mit Privatbauten zu forcieren und sprach in diesem Zusammenhang von einer
"Gefälligkeitsgeschichte". Ein solcher Antrag sei 1999 schon
einmal von Kurt Ledderhose (CDU) initiiert worden und dann "ohne
Abstimmung klammheimlich wieder in der Schublade verschwunden", so von
Zech in dem Artikel.
Knackpunkt sind die überfüllten Klassenzimmer in der Grundschule und die
Forderung nach einem Erweiterungsbau auf dem Gartenareal. Das befindet sich
zwar in privatem Besitz, ist aber im Bebauungsplan seit 1963 für eine
Schul-Erweiterung vorgesehen. Der Wunsch einer Gartenbesitzerin, dort ein
Wohnhaus zu bauen, brachte die Diskussion ins Rollen.
"Gefälligkeitsgeschichte" - Kurt Ledderhose (CDU) forderte von
Zech auf, künftig solche "ehrabschneidenden Äußerungen" zu
unterlassen. "Ich und meine Familie fühlen sich dadurch sehr
diffamiert", so Ledderhose. Er habe lediglich das Ansinnen der
Grundstücksbesitzerin in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt,
Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung zur Sprache gebracht.
Auch Bürgermeister Jürgen Pfütze (SPD) wies die Kritik von Zechs zurück.
1999 sei der Antrag auf Bebauung nicht "klammheimlich in der Schublade
verschwunden", vielmehr von den Stadtverordneten ordnungsgemäß in der
Sitzung vom 25. Januar 1999 abgesetzt worden. Im Grunde werfe von Zech mit
seinen Äußerungen dem Parlament "Rechtsbeugung" vor und
"diffamiert die Arbeit von 31 Stadtverordneten, neun Magistratsmitgliedern
und einem Bürgermeister".
SPD und CDU forderten von Zech auf, sich zu entschuldigen, was dieser aber
ablehnte. Er sei lediglich "der Veranlasser, aber nicht der Verfasser
des Artikels" gewesen, der auf seiner Pressemitteilung beruhe. Von
Zech weigerte sich, den Begriff "Gefälligkeitsgeschichte"
zurückzunehmen, schließlich sei die Stadtverordnetenversammlung "kein
Harmonieverein".
Gegen eine Schülerweiterung plädierte Bürgermeister Pfütze. Auch der
Landkreis zeige hier kein Interesse. Langfristig würden sowieso die
Schülerzahlen sinken. Anzeichen dafür sieht er in der geringen Auslastung
der Kindergärten und den drastisch gesunkenen Geburtenzahlen.
Beides spreche langfristig gegen eine Erweiterung. Kurzfristig könne man
der Raumnot mit dem Aufstellen von Containern begegnen. Für Donnerstag hat
Pfütze Landkreis, Schulleitung, Eltern und Grundstücksbesitzer zu einem
klärenden Gespräch eingeladen.
(uha / HNA-Redaktion Wolfhagen)
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21.11.00 / 18:50 Uhr
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