Der
Absender ist der FDP-Fraktion Zierenberg bekannt.
An den
Fraktionsvorsitzenden der
FDP Zierenberg
Herrn v. Zech
Unterer Hundemarkt 4
34289 Zierenberg
Zierenberg, 25. Mai 2002
Sehr geehrter Herr v. Zech,
wir haben erfahren, daß der Bürgermeister das
Baugebiet ,,Oberer Hundemarkt" um 28 Bauplätze zu erweitern gedenkt und im
Juni d.J. den B-Plan von der Stadtverordnetenversammlung verabschieden lassen
möchte.
Wir als Anwohner des Baugebietes ,,Oberer
Hundemarkt" möchten Sie bitten, den Sinn dieses Bauvorhabens genauestens
zu prüfen.
Nach unserer Kenntnis sind in unserem Baugebiet von 41
Bauplätzen 12 noch nicht verkauft und es gibt auch keine Interessenten. Also
sind bisher 71% der Grundstücke verkauft. Der Straßenendausbau, die
Überwegung der Bahnschienen und der Bau des Spielplatzes wird, so wurde uns
gesagt, in Angriff genommen, wenn 75% der Baugrundstücke bebaut sind.
Wir befürchten, dass jene, die bereits in unserem
Baugebiet ein Grundstück gekauft haben, dieses gegen eines in einer begehrteren
Randlage des erweiterten Baugebietes tauschen!
Uns droht demnach,
· dass
auf lange Sicht Baulücken nicht geschlossen werden,
· dass
der Strassenendausbau nicht erfolgt,
· der
Schwerverkehr auf dem Hundemarkt noch zunimmt,
· der
Baubeginn des Spielplatzes sich hinauszögert bis unsere Kinder groß sind.
Der Schulweg ist für unsere Kinder sehr gefährlich,
weil die Baustraßen sehr schmal sind und zwei sich begegnende PKW auf den
Randstreifen ausweichen müssen, um aneinander vorbei zu fahren. Es gibt keine
Bürgersteige! Wir befürchten, dass der Schulweg für unsere Kinder über das
kalkulierte Maß gefährlich bleibt!
Überhaupt bleibt uns
der Sinn dieses Bauvorhabens gänzlich verborgen. Es wird das Baugebiet
,,Schlag" mit ca. 150 Bauplätzen geben. In Oelshausen und
Oberelsungen besteht keine Nachfrage nach den ausgewiesenen Bauplätzen in den
Neubaugebieten. In Zierenberg stehen 20 bis 30 Häuser zum Verkauf, Wohnungen
stehen haufenweise leer.
Ist das sinnvolle
Stadtentwicklung? Ist es mit der Stadtentwicklung und der
Baugebietserschließung
nicht so wie auch mit den alltäglichen Dingen des Lebens, erstmal eine
Sache zu Ende bringen
bevor man eine neue anfängt?
Ganz zum Schluß möchten
wir noch mal auf den Bahnübergang eingehen. Bei Entstehung des Baugebietes war
von einer Fußgängerbrücke die Rede. Auf der Stadtverordnetenversammlung hat der
Bürgermeister nach genauer Nachfrage erklärt, daß ein Fußweg über die Schienen
entsteht. Angesichts der Tatsache, dass Anfang des Monats ein zwölfjähriger
Junge auf den Schienen verunglückt ist, weil Gleise überquert werden müssen, um
auf den zweiten Bahnsteig zu kommen, ist eine einfache Überwegung aus
Sicherheitsgründen nicht möglich. Nach neuesten Informationen gibt es für eine
Stadt der Größe Zierenbergs seitens der Bahn nicht mehr als zwei Übergänge. Das
hieße für uns gäbe es dann keinen Ab- und Übergang zum Bahnhof?
Gern hören wir von
Ihnen.
Gez. diverse Unterschriften