Helmut von
Zech, Unterer Hundemarkt 4, 34289 Zierenberg, Tel.: 05606/1088, Fu.D1: 0170/3324631
Fax-Box: 0180 /
505254 603264
Ihr Schreiben vom 25.Mai
diesen Jahres
(veröffentlicht auf unserer
Homepage www.fdpzbg.de bei
„Uns zugesandte
Stellungnahmen“
Sehr geehrte Familie (der
Name ist der FDP-Fraktion bekannt) und
die weiteren Unterzeichner
des oben genannten Schreibens,
zunächst möchte ich mich für die verspätete
Beantwortung Ihres Schreibens entschuldigen.
Ihr Schreiben möchte ich
Ihnen analog der von Ihnen aufgeführten Punkte aus meiner Sicht beantworten:
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wir haben erfahren, daß der Bürgermeister das Baugebiet
,,Oberer Hundemarkt" um 28 Bauplätze zu erweitern gedenkt und im Juni
d.J. den B-Plan von der Stadtverordnetenversammlung verabschieden lassen
möchte. |
Wie
der BGM auf der letzten Stadtverordnetenversammlung erläutert hatte, soll das
Baugebiet „Oberer Hundemarkt“ um weitere Bauplätze erweitert werden. Dies war
mir schon seit geraumer Zeit bekannt. Da die Planungen eine Vorlaufzeit von
ca. 1 ½ Jahren haben, muss jetzt damit begonnen werden. Das Baugebiet „Vor
der Warte“ wurde nach der Kommunalwahl und insbesonders wegen der noch vor
einiger Zeit unklaren Lage bezüglich der Ausbauvarianten des Flughafens
Kassel-Calden zunächst bis auf weiteres zurückgestellt. |
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Wir als Anwohner des Baugebietes ,,Oberer
Hundemarkt" möchten Sie bitten, den Sinn dieses Bauvorhabens genauestens
zu prüfen. |
Das
haben wir in der FDP Fraktion bereits getan. Siehe auch unseren Fragenkatalog
an die BGM-Kandidaten www.fdpzbg.de |
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Nach unserer Kenntnis sind in
unserem Baugebiet von 41 Bauplätzen 12 noch nicht verkauft und es gibt auch
keine Interessenten. Also sind bisher 71% der Grundstücke verkauft. |
Ich
habe bisher keine andere Information |
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Der Straßenendausbau, die Überwegung
der Bahnschienen und der Bau des Spielplatzes wird, so wurde uns gesagt, in
Angriff genommen, wenn 75% der Baugrundstücke bebaut sind. |
Das
war bisher in Baugebieten meines Wissens gängige Praxis, dass mit dem
Endausbau der Strassen erst begonnen wird, wenn die Gefahr der Beschädigung
durch Baufahrzeuge weitgehend ausgeschlossen werden kann. Dies scheint mir
auch im Interesse der Anwohner sinnvoll zu sein. Ich habe jedoch schon im
Ausschuss angeregt die Länge der Rückauflassungsvormerkung von z.Zt. gängigen
5 Jahren zukünftig zu verkürzen um eine zügigere Bebauung zu erreichen. Dies
kann sich aber nur noch auf zukünftig zu verkaufende Grundstücke beziehen.
(Wolfhagen hat eine Dauer von 2 Jahren z.B. im Baugebiet Teichberg) |
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Wir befürchten, dass jene, die bereits in unserem
Baugebiet ein Grundstück gekauft haben, dieses gegen eines in einer
begehrteren Randlage des erweiterten Baugebietes tauschen! |
Dafür
würden aber nochmals Grunderwerbssteuer in Höhe von 7,5% anfallen. Im Übrigen
bin ich der Auffassung, das die Vergabe von Grundstücken nach einem
nachvollziehbaren Schlüssel erfolgen muss. Wir
hatten bereits am 25.7.1999 einen Antrag bezüglich der Vergabe von
Baugrundstücken gestellt, der leider nicht angenommen worden ist. www.fdpzbg.de (Wahlperiode 1997-2001) |
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Uns droht demnach, · dass
auf lange Sicht Baulücken nicht
geschlossen werden, · dass
der Strassenendausbau nicht erfolgt, · der
Schwerverkehr auf dem Hundemarkt noch zunimmt, · der Baubeginn
des Spielplatzes sich hinauszögert bis unsere Kinder groß sind. |
Das
hätte Ihnen aber bei Abschluss des Grundstückskaufvertrages klar sein müssen,
dass die Klausel der 5 jährigen Rückauflassungsvormerkung auch für andere
Grundstückskäufer gilt und dass mit Abschluss sämtlicher Baumassnahmen erst
nach ca. 7-8 Jahren gerechnet werden kann. |
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Der Schulweg ist für unsere Kinder sehr gefährlich,
weil die Baustraßen sehr schmal sind und zwei sich begegnende PKW auf den
Randstreifen ausweichen müssen, um aneinander vorbei zu fahren. Es gibt keine
Bürgersteige! Wir befürchten, dass der Schulweg für unsere Kinder über das
kalkulierte Maß gefährlich bleibt! |
Auf
meine Anregung hin wurde die unklare Geschwindigkeitsbegrenzung (30 Schild
mit Zusatz Bodenwelle) durch eine 30-Zone Ausschilderung ersetzt. Dies
bedeutet aber nicht, dass es sich um „Spielstrassen“ i.S. der
STVO handelt. Im Übrigen ist meistens festzustellen, das es in der Regel die
Anwohner selbst sind, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. |
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Überhaupt bleibt uns
der Sinn dieses Bauvorhabens gänzlich verborgen. Es wird das Baugebiet
,,Schlag" mit ca. 150 Bauplätzen geben. In Oelshausen und
Oberelsungen besteht keine Nachfrage nach den ausgewiesenen Bauplätzen in den
Neubaugebieten. In Zierenberg stehen 20 bis 30 Häuser zum Verkauf, Wohnungen
stehen haufenweise leer. |
Vor
einigen Jahren hat die Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich beschlossen,
dass in den Ortsteilen nur für den Eigenbedarf der Bürger und in der Kernstadt
auch für Zuwachs geplant werden soll, da hier eine weitgehend komplette
Infrastruktur vorhanden ist. Die
Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser kann ich nicht nachvollziehen, jedoch
habe ich den Eindruck, dass es sich in erster Linie um ein Problem von
unrealistischen Preisvorstellungen handelt. Aber hier setzt auch unsere
Politik an: Nur wenn auch gut qualifizierte Arbeitsplätze in unserer Umgebung
entstehen, können sich die Haus- und Grundstückspreise nach oben bewegen. |
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Ist das sinnvolle Stadtentwicklung?
Ist es mit der Stadtentwicklung und der Baugebietserschließung
nicht so wie auch mit den alltäglichen Dingen des Lebens, erstmal eine Sache zu Ende
bringen bevor man eine neue anfängt? |
Aufgrund
der längeren Vorlaufzeit von Planungen muss man tatsächlich frühzeitig
beginnen, wenn die Stadt Bauplätze für Bauwillige vorhalten will. Häufig
habe ich in den Jahren meiner kommunalpolitischen Arbeit erfahren, dass immer
dann, wenn Bürger selbst mit ihrem Bau fertig geworden sind, den anderen
Bürgern einen Baustopp verordnen wollen. |
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Ganz zum Schluß möchten wir
noch mal auf den Bahnübergang eingehen. Bei Entstehung des Baugebietes war
von einer Fußgängerbrücke die Rede. Auf der Stadtverordnetenversammlung hat
der Bürgermeister nach genauer Nachfrage erklärt, daß ein Fußweg über die
Schienen entsteht. |
Meines
Wissens war bisher keine andere Lösung ernsthaft diskutiert worden. Das
Betreten der Königsstrasse mit den Straßenbahnen scheint mir aber
grundsätzlich gefährlicher zu sein als die Bahnsteige am Zierenberger
Bahnhof. |
Ich habe in den letzten
Jahren viele Bürger kennen gelernt, die sich, nachdem sie sich erst über die
Entstehung eines neuen Baugebietes geärgert haben, für die Kommunalpolitik interessiert
haben. Ich lade Sie gern ein bei uns mit zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut von Zech
PS: Dieser Brief wurde
ebenfalls auf unserer Homepage veröffentlicht.