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Stand
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Rede zum
Antrag Herr
Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und
Herren, am 18.Januar
hatte das Sturmtief Kyrill in unserem Stadtwald am Bärenberg einen erheblichen
Schaden verursacht. Auf einer nicht unerheblichen und zusammenhängenden Fläche
vom Gipfel bergabwärts sind sämtliche Bäume entwurzelt worden. Inzwischen
sind dort die Holzerntemaßnahmen weitgehend abgeschlossen. Unser Antrag
zielt zunächst darauf ab, ob die Stadt Zierenberg einen Gestaltungsspielraum
bezüglich der Neuanpflanzungen hat. In den
vorangegangenen Ausschusssitzungen des USW und des HFA wurde unser Antrag schon
diskutiert. Aber anstatt
sich mit den positiven Aspekten unseres Vorschlages auseinander zu setzten
wurden von den anderen hier vertretenen Fraktionen Gründe angeführt, weshalb
unser Vorschlag nicht zustimmungsfähig sei. An Gründen
wurden genannt: ·
Es werden sich in dem
besagten Waldgebiet zukünftig mehr Menschen aufhalten und das Wild in seiner
Ruhe stören. ·
Das Windprofil wird durch
eine Schneise unterbrochen und es wäre aus diesem Grund mit Windbruch zu
rechnen. ·
Es muss eine Fläche von
ca. 20 mal 50 Meter gerodet werden. ·
Der Berg ist stark
abrutschgefährdet, bei länger anhaltenden und intensiven Niederschlägen muss
mit Schlammlavinen gerechnet werden. ·
Eine Schneise bzw.
Skiabfahrt muss gepflegt werden, hierfür stehen der Stadt jetzt und zukünftig
keine Mittel zur Verfügung. ·
Wir bekommen aufgrund der
globalen Erwärmung der Erdathmossphäre keine Schneewinter mehr. ·
Für Downhillrennen wäre
solche Anfahrt nicht anspruchsvoll genug. ·
Wie sollen die Menschen
auf den Berg kommen – für ein Skilift hat die Stadt kein Geld. Ich hoffe ich
habe nun die wesentlichen Punkte genannt, auf die ich nun eingehen möchte: Es ist
sicherlich richtig, dass sich das Wild in Zeiten eines Skibetriebes oder
anderweitigen sportlichen Veranstaltungen aus dem Bereich einer Abfahrt zurückziehen
wird. Unseres Erachtens ist in unserem Stadtwald genügend Waldfläche vorhanden
in die sich das Wild temporär zurückziehen kann.
Bei einer
Wiederaufforstung würden die Neuanpflanzungen sicher durch einen Wildzaun geschützt
werden müssen und stehen deshalb bis auf weiteres dem Wild auch nicht zur Verfügung. Unser Vorschlag
ist doch noch keine Planung, wie so eine Schneise tatsächlich gestaltet werden
kann. Es muss ja auch nicht eine gradlinige Abfahrt geschaffen werden, viel
interessanter wäre doch eine geschlängelte oder Zackenform z.B. wie ein S oder
ein Z. Die Angriffsflächen für
den Sturm könnten so doch erheblich abgemildert werden und das Landschaftsbild
würde durch diese geschlängelte Form doch nicht nachhaltig gestört. Wir haben doch
jetzt nicht die Absicht die stehen gebliebenen Bäume, die jetzt noch eine
Barriere zur Hute bilden, zu fällen. Diese
Bäume werden aber sicher auch in den nächsten Jahren geerntet werden, so dass
dann eine Verbindung sodann hergestellt werden kann. Durch eine
geschlängelte Form wäre unseres Erachtens auch die Bodenerrosion beherrschbar.
Im Übrigen habe ich bei der Hute eine solche Errosion noch nicht beobachten können. Die Pflege einer
solchen Schneise wird sicher das Wild übernehmen, wild gesäte Schösslinge würden
diese sicher verbeißen. Die Hute
ist ja auch nicht zugewachsen. Und unser
Vorschlag zielt auch nicht darauf ab, dass die Stadt Zierenberg hier einen zusätzlichen
Pflegeaufwand betreiben soll. Und es ist für
uns nicht erkennbar, worin dort für die Stadt ein zusätzlicher Pflegeaufwand
entstehen sollte. Wir möchten die
mögliche Nutzung einer Schneise oder Abfahrt nicht nur auf den Abfahrtski
beschränken. Doch kann sich
wohl jeder von Ihnen noch an den Winter 2005/2006 erinnern. Dort hatten wir
über viele Wochen eine geschlossenen Schneedecke und die Nordhanglage hat ein
vorschnelles Schmelzen der Schneedecke an der Hute verhindert. Der Bärenberg
ist einer der höchsten Berge im Naturpark Habichtswald. Sicher gibt es anderswo
bessere und geeignetere Abfahrten als hier bei uns, jedoch glauben wir, dass
auch eine Abfahrtsmöglichkeit ohne lange Anfahrtswege auch hier bei uns
interessant wäre. Wenn über so
eine Idee in unserer Region gesprochen und darüber in der Zeitung berichtet
wird, können wir ja durchaus Interesse wecken. Ob es sich
lohnen wird einen Lift einzusetzen, muss letztendlich die Nachfrage danach
entscheiden. Ein Aufstieg zu Fuß wäre sicher eine sportliche Herausforderung.
Ich könnte mir aber auch eine Traktorfahrt mit Anhänger bis zum Bärenbergturm
vorstellen. Meine Damen und
Herren, wenn Sie sich
selbst ein Bild gemacht haben, wie sich die Landschaft am Bärenberg durch
Kyrill verändert hat, könnten Sie doch verstehen, dass hierin auch eine Chance
liegt, das Gelände anders zu gestalten, als lediglich die Wiederaufforstung auf
ganzer Fläche vorzunehmen. Es liegt in der
Natur des Menschen zunächst immer nur Gründe zu finden, weshalb etwas nicht
geht. Ich vermisse aus unserer Mitte heraus neue Ideen und Anregungen, die
Zierenberg nach vorn bringen können. Wir haben hier
eine einzigartige Landschaft, die jedoch leider bisher nur wenig touristisch
genutzt wird. Wir möchten mit
unserem Vorschlag auch keine zusätzlichen Kosten verursachen. Wir wollen
erreichen, dass über unseren Vorschlag auch im positiven Sinne nachgedacht
wird. Wir wollen, dass
nicht jetzt vorwegnehmend Tatsachen geschaffen werden, die eine Gestaltung zukünftig
nicht mehr möglich werden lässt. Und bevor diese
Neuanpflanzungen überhaupt ihre Wirkung im Windprofil und der Bodenbefestigung
nachhaltig beeinflussen können, werden noch Jahrzehnte vergehen. Somit sind
einige Argumente, die gegen unseren Vorschlag sprechen auch nicht wirklich
nachvollziehbar. Ich bedanke mich
für Ihre Aufmerksamkeit! |
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